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avvicenda

Allgemeine Geschäftsbedingungen (B2B)

Stand: September 2026. Diese AGB gelten für die geschäftliche Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform avvicenda™. Sie werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn sie in ein Angebot, eine Auftragsbestätigung oder einen sonstigen Vertrag wirksam einbezogen werden.

1. Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter ist Fabrice Mack Hernandez, handelnd unter den Geschäftsbezeichnungen MH Group und avvicenda™, Hohlenmatten 6, 79379 Müllheim, Deutschland, E-Mail: hello@avvicenda.eu.

Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern. Mit einer Bewerbung oder Bestellung bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln und zum Vertragsschluss für das angegebene Unternehmen berechtigt zu sein.

Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Individuelle Vereinbarungen, das jeweilige Angebot, die Auftragsbestätigung und ein Auftragsverarbeitungsvertrag haben bei Widersprüchen Vorrang.

2. Website, Bewerbung und Vertragsschluss

Produktbeschreibungen, Preise und die Möglichkeit zur Pilot-Bewerbung auf der Website sind unverbindliche Informationen und noch kein rechtlich bindendes Angebot.

Das Absenden einer Pilot-Bewerbung ist kostenlos und unverbindlich. Ein Vertrag kommt erst durch eine ausdrückliche Auftragsbestätigung in Textform oder durch Freischaltung eines vereinbarten Zugangs zustande. Es besteht kein Anspruch auf Aufnahme in das Pilotprogramm.

Der konkrete Leistungsumfang, der Tarif, die Nutzerzahl, der Preis und der Starttermin ergeben sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Auftragsbestätigung.

3. Leistung und Nutzungsrecht

avvicenda™ ist eine browserbasierte Plattform für Hotelteams, insbesondere für strukturierte Schichtübergaben, Aufgaben, Kommunikation, Wissensverwaltung und KI-gestützte Unterstützung. Der Dienst wird als Software-as-a-Service bereitgestellt; eine Überlassung des Quellcodes ist nicht geschuldet.

Für die Vertragsdauer erhält der Kunde ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, den vereinbarten Dienst für den eigenen Hotelbetrieb zu nutzen.

Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und zumutbar verändern, wenn die vereinbarte Kernfunktion erhalten bleibt. Wesentliche nachteilige Änderungen werden vorab in Textform angekündigt.

4. Testphase, Tarife und Founding-Partner

Soweit vereinbart, beginnt der Zugang mit einer kostenlosen Testphase von 30 Tagen. Sie erfordert keine Kreditkarte und geht nicht automatisch in eine Zahlungspflicht über. Ohne aktive Buchung endet der Zugang nach der Testphase.

Monatstarife laufen auf unbestimmte Zeit und können zum Ende des bereits bezahlten Monats gekündigt werden. Jahrestarife haben eine Laufzeit von zwölf Monaten, werden im Voraus abgerechnet und können jederzeit mit Wirkung zum Ende der laufenden Vertragsperiode gekündigt werden. Abweichungen im individuellen Angebot gehen vor.

Ein zugesagter Founding-Partner-Rabatt gilt nur für das ununterbrochen bestehende Abonnement und den vereinbarten Tarif. Nach Beendigung besteht bei einer späteren Neubuchung kein Anspruch auf den früheren Rabatt.

5. Preise und Zahlung

Es gelten die bei Vertragsschluss im Angebot oder in der Auftragsbestätigung ausgewiesenen Preise zuzüglich der jeweils gesetzlich geschuldeten Steuern. Website-Preise können sich bis zum Vertragsschluss ändern.

Entgelte werden zu Beginn der jeweiligen Abrechnungsperiode fällig. Rechnungen dürfen elektronisch versandt werden. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen; nach Mahnung darf der Zugang bei fortbestehendem erheblichen Rückstand vorübergehend gesperrt werden.

6. Beta-Status, Verfügbarkeit und Support

Während einer ausdrücklich als Pilot oder Beta bezeichneten Phase wird der Dienst fortlaufend weiterentwickelt. Fehler und vorübergehende Einschränkungen können auftreten. Eine bestimmte Verfügbarkeit oder Reaktionszeit ist nur geschuldet, wenn sie individuell als Service Level vereinbart wurde.

Wartung, Sicherheitspatches, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters und Fälle höherer Gewalt können die Erreichbarkeit vorübergehend einschränken. Planbare längere Wartungen werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.

Supportanfragen können an hello@avvicenda.eu gerichtet werden.

7. Pflichten des Kunden

Der Kunde schützt Zugangsdaten, hält Benutzer- und Rollenberechtigungen aktuell und meldet vermutete unbefugte Zugriffe unverzüglich. Er ist für die Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und erforderlichen Berechtigungen der von ihm und seinen Nutzern eingestellten Inhalte verantwortlich.

Untersagt sind insbesondere rechtswidrige Inhalte, die Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, Reverse Engineering außerhalb zwingender gesetzlicher Erlaubnisse, automatisierte Überlastungsversuche, Schadcode, die Weitervermietung sowie Zugänge für Personen außerhalb der vereinbarten Organisation.

Der Kunde informiert seine Mitarbeitenden und sonstigen Betroffenen über die Datenverarbeitung und schafft die erforderlichen Rechtsgrundlagen. Besondere Kategorien personenbezogener Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn dies rechtmäßig, erforderlich und organisatorisch abgesichert ist.

8. KI-Funktionen und menschliche Prüfung

KI-Funktionen unterstützen insbesondere bei Kategorisierung, Übersetzung, Transkription, Zusammenfassungen und Vorschlägen. Solche Ausgaben können unvollständig oder fehlerhaft sein und müssen vor betrieblich, rechtlich, personell oder sicherheitsrelevanten Entscheidungen durch einen Menschen geprüft werden.

avvicenda™ ist kein Notrufsystem, keine medizinische oder rechtliche Beratung und kein Ersatz für gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation oder betriebliche Notfallprozesse. Der Dienst trifft keine automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung über Personen.

Kundendaten werden nicht zum Training allgemein verfügbarer KI-Modelle verwendet.

9. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Für personenbezogene Daten, die ein Hotel in den Dienst eingibt, ist grundsätzlich das Hotel Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Vor einer produktiven Verarbeitung wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO geschlossen.

Der Kunde darf personenbezogene Daten erst produktiv einstellen, wenn der Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen und die betroffenen Personen ordnungsgemäß informiert wurden. Weitere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

10. Kundendaten, Vertraulichkeit und geistiges Eigentum

Alle Rechte an Software, Design, Marke und bereitgestellten Inhalten verbleiben beim Anbieter oder den jeweiligen Rechteinhabern. Rechte des Kunden an seinen Daten und Inhalten bleiben unberührt.

Der Anbieter verarbeitet Kundendaten nur zur Vertragserfüllung, Sicherheit und im Rahmen des Auftragsverarbeitungsvertrags. Eine Produktverbesserung mit Nutzungsdaten erfolgt nur in anonymisierter oder rechtmäßig aggregierter Form.

Beide Parteien behandeln als vertraulich gekennzeichnete oder erkennbar vertrauliche Geschäfts- und Betriebsinformationen geheim. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.

11. Vertragsende und Datenrückgabe

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt bestehen. Ein wichtiger Grund kann insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug, rechtswidriger Nutzung oder einer erheblichen Gefährdung der Systemsicherheit vorliegen.

Nach Vertragsende erhält der Kunde nach Maßgabe des Vertrages und des Auftragsverarbeitungsvertrags für 30 Tage Gelegenheit zum Export seiner Daten. Anschließend werden Kundendaten gemäß Auftragsverarbeitungsvertrag und Löschkonzept gelöscht, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.

12. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach zwingendem Produkthaftungsrecht sowie im Umfang ausdrücklich übernommener Garantien.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Der Kunde bleibt für Entscheidungen auf Grundlage von KI-Ausgaben, für seine Inhalte, seine Datenschutzpflichten und angemessene betriebliche Notfall- und Datensicherungsprozesse verantwortlich. Zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

13. Änderungen, Recht und Gerichtsstand

Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Wesentliche nachteilige Änderungen für laufende Verträge gelten nur, wenn der Kunde ihnen zustimmt oder das Gesetz eine Änderung ohne Zustimmung erlaubt. Erforderliche Änderungen wegen zwingenden Rechts oder zur Abwehr konkreter Sicherheitsgefahren bleiben vorbehalten.

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand ist, soweit eine solche Vereinbarung zwischen Unternehmern wirksam getroffen werden kann, der Sitz des Anbieters. Zwingende gesetzliche Zuständigkeiten bleiben unberührt.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. Anstelle der unwirksamen Regelung gelten die gesetzlichen Vorschriften.